Die Identifikation (Authentifizierung) von Benutzern und das Bereitstellen von Benutzerprofilinformation stellt eine immer wichtiger werdende Anforderung an Internet-Dienste dar. Neben den proprietären Identifikations- und Profilspeicherungslösungen bei einzelnen Diensten sind dabei in letzter Zeit Entwicklngen hin zu zentralen oder föderierten Identifikations- und Profilspeicherungsnetzwerken zu beobachten. Schlagworte in diesem Zusammenhang sind Single-Sign-On und Netzwerk-Identität. Aktuelle Aktivitäten sind Microsofts Passport, die Standards der Liberty Alliance oder Entwicklungen kleinerer Unternehmen wie Live-Id.org.

Ein Problem bei den aktuellen Industrieaktivitäten ist die magelnde Berücksichtugung der Interessen des Profileigentümers. So werden nur selten erweiterte Möglichkeiten zur Definition von Zugriffsrechten und zur Beobachtung von Zugriffen auf die Profilinformationen geboten. In Forschungsansätzen wie dem IDRepository an der TU München wird versucht, diese Lücke zu schliessen und eine stärkere Benutzerkontrolle zu realisieren.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es ein Konzept für eine Neuimplementierung des IDRepositories zu entwickeln und umzusetzen, das es erlaubt, das IDRepository als Teil eines Liberty Alliance Netzwerkes zu betreieben, aber trotzdem den Profil-Eigentümern Kontrolle und Awareness bietet. Es ist also ein Liberty Alliance Server zu konzipieren und zu realisieren, der bei der Weitergabe von Daten an andere Server im Netzwerk die Privatheits-Präferenzen des Profil-Eigentümers berücksichtigt.

Die Realisierung der Lösung soll in Java erfolgen und sich dabei auf das Portal-Toolkit Cobricks-2 stützen. Der Zugriff auf die Daten soll neben den Liberty Alliance Protokollen auch über Web Services möglich sein.