Die Technische Universität München engagiert sich mit einer Vielzahl von Projekten im Bereich des Satellitennavigationssystems Galileo. Mit dem Innovationsnetzwerk Galileo der TUM werden die interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intern stärker vernetzt, und weitere Schnittstellen zu Partnern aus der Wirtschaft aufgebaut. Ziel der TUM ist es, dass neue Geschäftsideen und Galileo-Anwendungen für den Massenmarkt generiert und umgesetzt werden. Die EU schätzt, dass der europäische Markt für globale Satelliten-Navigationssysteme im Jahre 2005 bereits 8 Mrd. Euro beträgt.

Ein Innovationsprozess im Innovationsnetzwerk Galileo kann grob in vier Phasen unterteilt werden:

  1. Zusammenführung der Personen
    • Wissenschaftler
    • Studierende
    • Vertreter von Partnerunternehmen
    • Alumni
  2. Gemeinsame Ideengenerierung und -bewertung
    • Problemerkenntnis und -analyse
    • Ideengewinnung
    • Ideenbewertung
    • Ideenauswahl
    • Businessplan-Erstellung
  3. Formation von Gründer- und Innovationsteams
    • ggf. Entwicklung eines Pflichtenheftes
    • Umsetzung

Es ist davon auszugehen, dass die Teilnehmer an einem solchen Innovationsprozess räumlich und zeitlich verteilt arbeiten.

In einem solchen Innovationsnetzwerk fällt eine große Menge an Informationen an:

  • Ideen
  • Hintergrundinformationen
  • Personen
  • Organisationen und Unternehmen

Diese Informationen sind normalerweise über eine Vielzahl verschiedener Dokumente und Quellen verteilt, wie etwa Textdokumente (PDF, Word, etc.), Webseiten, Diskussionsforen, oder Präsentationen (z.B. PPT).

Die große Herausforderung, die sich also in einem solchen Innovationsnetzwerk stellt ist:

„Wie können Mitglieder des Innovationsnetzwerkes Informationen (wieder) finden?“

Diese Diplomarbeit soll einen Ansatz für die Unterstützung des Prozesses des Suchens und Findens von Informationen in Innovationsnetzwerken erarbeiten. Hierzu sind im Einzelnen die folgenden Schritte erforderlich:

  • Herausarbeitung der verschiedenen Arten von Informationen, die in einem Innovationsnetzwerk relevant sind.
  • Modellierung dieser Informationen mit Hilfe geeigneter Modellierungsverfahren.
  • Sichtung vorhandener Ansätze und Technologien für die Unterstützung von Content und Knowledge Management und Auswahl eines Ansatzes/einer Technologie. (Möglicherweise finden sich hierzu geeignete Open-Source-Produkte, beispielsweise auf Basis des Topic Map Standards.)
  • Ausarbeitung eines Systementwurfes, der als Grundlage für anschließende Implementierungsarbeiten dienen kann.

Die Diplomarbeit hat einen interdisziplinären Charakter und wird durch die UnternehmerTUM GmbH aus betriebswirtschaftlicher Sicht mitbetreut. Es ist erforderlich, sich in die erforderlichen betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzuarbeiten.