Web-basierte Produktkonfiguratoren sind Anwendungen, mit denen Kunden über das Internet ihre individuellen Produkte entwerfen und gestalten können. Beispiele hierfür findet man u.a. auf den Homepages großer Automobilhersteller, bei einigen Computerhändlern und auch in der Modeindustrie. Solche Systeme sind eine wichtige technische Voraussetzung für die Umsetzung der Unternehmensstrategie des „Mass Customization“, bei der jeder Kunde ein Produkt oder eine Leistung erhalten soll, die seinen spezifischen Bedürfnissen oder Wünschen entspricht, ohne dass der Preis im Vergleich zu einem vergleichbaren Standardgut steigt.

Eine Herausforderung bei Produktspezifikation ist, wie der Kunde seinen individuellen Produktwunsch geeignet mit dem Unternehmen kommunizieren soll. Konfiguratoren erlauben zwar die genaue Beschreibung eines Produkts, oft haben Kunden aber ein Problem damit, ihren individuellen Produktwunsch auch selbst in konkrete Produkteigenschaften zu übersetzen.

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll deshalb betrachten werden, welche informationstechnischen Hilfsmittel dem Endkunden zur Beschreibung von individuellen Produkteigenschaften und individuellen Produktwünschen zur Verfügung stehen.

Einerseits sollen also vorhandenen Systeme (kommerzielle und freie) zur Produktspezifikation zusammengestellt und evaluiert werden, damit potentiellen Unternehmen, die Web-basierte Spezifikationswerkzeuge einsetzen wollen, die Auswahl aus den vorhandenen Systemen erleichtert wird. Dabei sollen insbesondere auch die Grenzen der kundengetriebenen Individualisierung betrachtet werden. Andererseits soll aber auch untersucht werden, auf welche Weise Kunden während der Produktspezifikation in vorhandenen Systemen durch informationstechnische Hilfsmittel unterstützt werden, z.B. durch Anforderungsanalysen, Empfehlungen, etc.

Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit liefern einen Beitrag zum Forschungsprojekt SFB582 "Marktnahe Produktion individualisierter Produkte".